Band of Friends / George Thorogood / Gotthard beim Winterbacher Zeltspektakel 2015

      Band of Friends / George Thorogood / Gotthard beim Winterbacher Zeltspektakel 2015

      Am Samstag, 25.07.2015, standen am 5. Abend des Winterbacher Zeltspektakels 2015 Blues, Bluesrock und Hardrock auf dem Programm. Band of Friends, George Thorogood & The Destroyers und Gotthard waren eingeladen worden.

      Die Band of Friends besteht aus den beiden ehemaligen Begleitmusikern von Rory Gallagher, Gerry McAvoy (bass, vocals) und Ted McKenna (drums) und wird ergänzt durch Marcel Scherpenzeel (guitar, vocals). Die 3 brannten von der 1. Sekunde bis zur letzten Sekunde ein Feuerwerk ab, wie es besser nicht sein konnte. Von 0 auf 100 in 0,0 sec und dann immer voll auf die Zwölf. Das Publikum bekam keinen Moment Verschnaufpause. Das Repertoire bestand aus bekannten und weniger bekannten Titeln von Rory Gallagher (Gerry McAvoy spielte von 1971-1991 bei Rory und Ted McKenna von 1977-1981) und Nine Below Zero, der anderen Band von Gerry McAvoy. Nach knapp 90 Minuten war dann die Show der 3 zu Ende. Das Publikum war begeistert.

      Nach einer relativ kurzen Umbaupause begann George Thorogood mit seinen Destroyers seinen Auftritt. Begleitet wurde er von Jeff Simmon (drums), Bill Blough (bass), Jim Suhler (guitar) und Buddy Leach (saxophone). George Thorogood wird ja nachgesagt, dass er sich oft wie eine launische Diva verhält und schon den einen oder anderen Auftritt vermasselt hat, weil ihm irgendwas nicht gepasst hat und er dann einfach keinen Bock hat, zu spielen. Davon war in Winterbach an diesem Abend nichts zu sehen. Er war begeistert vom Ambiente und hat vom ersten Moment Vollgas gegeben. Egal ob Slideguitar oder normale Gitarre, er war einfach Klasse. Buddy Leach hat eindrucksvoll das Vorurteil widerlegen können, dass ein Saxophon nix bei Blues oder Bluesrock zu suchen hat. Das passte perfekt. Nach ebenfalls rund 90 Minuten war dann auch dieser fulminante Auftritt zu Ende und die Band wurde mit großem Beifall verabschiedet.

      Nun kamen Fragen und Zweifel auf, wie Gotthard das bisher gebotene noch übertreffen können. Die Umbaupause verlief schon reichlich seltsam. Der eigentliche Umbau war nach knapp 30 Minuten erledigt. Dann tauchten immer wieder Roadies auf der Bühen auf, zupften an den Gitarren herum und klöppelten am Schlagzeug ..... auf einmal war die Pause auf 1 Stunde angewachsen .....
      Unmut machte sich im Publikum breit .... dann endlich kamen Gotthard in der aktuellen Besetzung Leo Leoni (guitar), Freddy Scherer (guitar), Marc Lynn (bass), Hena Habegger (drums), Ernesto Ghezzi (keyboards) und dem neuen Sänger Nic Maeder unter ohrenbetäubendem Intro auf die Bühne. Als 1. Song wurde Bang! aus dem gleichnamigen Album von 2014 gespielt. Laut, viel zu laut war der ganze Auftritt angelegt. Die Tontechniker der Band haben das Zirkuszelt nicht optimal ausgesteuert. Die zusätzlich im Hintergrund der Bühne aufgestellten Marschall-Boxen trugen ihren Teil zum katastrophalen Eindruck bei. Auch beim nächsten Titel wurde das nicht besser. Beim dritten Titel haben uns die Ohren weh getan, obwohl wir nicht an der Bühne, sondern beim Mischpult standen. Nach den ersten 3 Titeln sind wir aus dem Innenraum des Zeltes in den Vorraum gegangen, wo es dann wesentlich erträglicher wurde. Nach ca. 30-40 Minuten haben wir, wie viele andere auch, das Gelände verlassen. Je weiter weg wir vom Zelt waren, desto besser war der Sound. Schade ... sehr schade. Gotthard hat uns dieses Mal doch sehr enttäuscht, die hatten wir anders und viel besser in Erinnerung.